Ausflug nach Melnik II

Folklorefestival in Sandinski

Uns fielen schon in der Fußgängerzone die vielen hübschen jungen Frauen in den unterschiedlichsten Trachten auf. Die Dame im Touristenbüro klärte uns auf. Es fand an diesem Wochende eine großen Festival statt.

 

Es gab dazu eine große Arena mit Tribüne. Scheinbar gab es einen Wettbewerb von Tänzen der einzelnen Gruppen. Auf jeden Fall stand vorne neben der Tribüne ein Tisch mit Pokalen.

Zwischen den Tanzvorführungen und der Preisverleihung wurde Musik gespielt, gesungen und fröhlich zusammen getanzt. Auf dem Foto sieht man Teilnehmer aus den verschiedensten Gruppen, aber auch Zuschauer tanzen.

Ausflug nach Melnik I

Dieses Wochenende hat es uns in das Weingebiet von Melnik gezogen.

Melnik liegt nur ca. 20 km von der griechischen Grenze entfernt.

Die Stadt Melnik ist zusammen mit dem historischen Museum, dem Kordopulos-Haus, dem Kloster Roschen und dem gleichnamigen benachbarten Dorf Roschen als Nummer 4 unter den 100 nationalen touristischen Objekten Bulgariens aufgelistet.

Auf der Fahrt vom Hotel in Sandanski nach Melnik begegneten wir diesen Landschönheiten.

 

Geplant hatten wir ein Wochenende mit Weinproben. Aber es wurde mehr ein Wochenende der Kultur.

Melnik ist die kleinste Stadt Bulgariens mit nur ca. 200 Einwohnern. Ja, Melnik hat Stadtrechte. Hat nicht vielmehr als eine Straße von wenigen hundert Metern länge und vielleicht 50 Häuser.  Neben dem Wein ist die Stadt für die Sandsteinpyramiden von Melnik bekannt. Melnik gelegen in einem Tal zwischen den Sandsteinfelsen erinnert mich ein wenig an Monschau, nur eben viel kleiner.

Wir haben uns das „Kordopulova Haus“ angesehen. Es ist das größte Gebäude aus der Zeit der sogenannten Nationalen Wiedergeburt in Bulgarien. Es wurde im Jahre 1754 errichtet und gehörte der wohlhabenden Familie Kordopulovi, die sich der Weinherstellung widmete.

Gästezimmer im Haus des Weinhändlers

Besonders beeindruckt hat mich eines der Gästezimmer. Ein Raum in einer Größe von ca. 10 x 8 m mit Sitzgelegenheiten entlang einer Fensterfront mit 12 bunten Glasfenstern, bunten Teppichen auf den Sitzplätzen und auf dem Boden.

Vom Keller des Gebäudes führten lange dunkle Gänge in den Felsen hinein. Hier wurden Weinfässer gelagert. Im Keller gab es auch eine Weinprobe.

So, Pause …. heute abend wird weiter geschrieben ……..

 

 

Castellers – neuer Rekord der menschlichen Türmchenbauer

Der Verein Colla Jove de Tarragona hat seinen ersten Turm mit 4 (menschlichen) Säulen über 9 Etagen seiner Geschichte während des #Firadesantateresa Festes in Vendrell aufgestellt

Colla Jove Xiquets de Tarragona 4d9sf(c)

La Colla Jove de Tarragona aconsegueix el seu primer 4d9sf(c) de la seva història durant la Diada de la #FiradeSantaTeresa!! #Vendrell #CastellsEnXarxa #castellers

Posted by Castells en Xarxa on Sonntag, 15. Oktober 2017

 

Besuch aus Deutschland

Am Donnerstag habe ich lieben Besuch aus Deutschland bekommen. Es war schön und auch ein wenig körperlich anstrengend. Birgit und ich sind viel viel gelaufen und haben uns sehr viel angesehen. In den letzten Tagen war es somit ein leichtes mein Ziel von 10000 Schritten täglich zuerreichen.

 

Frauenmarkt

Am Freitag habe ich mit Birgit einen ersten Spaziergang durch die Innenstadt von Sofia gemacht und ihr die Moschee, die Synagoge, eine orthodoxe Kirche und eine katholische Kirche gezeigt. Man braucht tatsächlich nur ein paar Minuten spazieren gehen und kann Kirchen aller Religionen und Zeiten besichtigen. Da die Kirchen alle ganz nahe beieinander liegen, sagt man hier dazu  das es sich um das „Viereck der Toleranz“ handelt.

Gleich hinter der Statue der Sofia erhebt sich das terrakottafarbene Minarett der Dzamija Banja Baši (Bädermoschee), die in der Mitte des 16. Jahrhunderts von den Türken errichtet wurde.

Nur wenige hundert Meter weiter stoßen Besucher auf die weiß-rote Fassade der 1909 erbauten sephardischen Synagoge.

Vorher sind wir schon am Ende des Vitoschaboulevards in der griechischen-orthodoxen Kirche gewesen und die katholische Kirche sollte auf unserem Spaziergang auch noch folgen.

Dann habe ich ihr das alte zentrale Mineralbad von Sofia gezeigt. Das städische Mineralbad beherbergte von 1913 bis 1988 ein Schwimmbad und Thermalbad. Heute dient das Gebäude als Museum der Geschichte von Sofia. An dem Gebäude gab es schon Brunnen mit Zapfanlagen, aber während des Umbaus zum Museum standen diese nicht zur Verfügung. Daher wurde neben dem Mineralbad eine neue Brunnenanlage mit über 40 ! Zapfstellen gebaut.

Mineralbrunnern in Sofia

Dort gehen die Leute aus Sofia auch heute noch mit großem Behältnissen das heilende Mineralwasser zapfen. Das Wasser kommt warm aus dem Boden. Die Sofioten kommen mit mehreren großen Gallonen, die an den vielen Zapfstellen abgefüllt werden. Es wird für therapeutische Zwecke zum trinken oder auch baden eingesetzt. Auch können sie so ein wenig von ihrem Geld für andere Dinge sparen.

 

Zapfen von Mineralwasser

Kurze Kaffeepause und damit verbundenes Sonnenbad gegenüber der Brunnenanlage

Weiter ging es durch die alte Markthalle hindurch. Neben der Markthalle steht die Synagoge. Beim betrachten der Synagoge sprach uns ein Bulgare an und gab uns den Hinweis, dass wir nicht weiter in diese Richtung gehen sollen. Da wäre es nicht schön, es gäbe viele „Araber“ dort. Wir sollen lieber umkehren und uns die Innenstadt ansehen.

Aber ich wollte Birgit eben möglichst viele Facetten zeigen. Wir sind also weiter zum Frauenmarkt geschlendert. Der „Zhenski Pazar“ oder „Frauenmarkt“, ist ein wenig orientalisch angehaucht. Auf diesem Markt kaufen die Sofioter ein, hier treffen sich alle Bevölkerungsschichten. Der Markt ist vor allem bei Hausfrauen und Rentnern beliebt.

In der Zeit des Kommunismus konnten sich die Frauen durch den Verkauf von Gemüse, Obst und sonstigen Produkten aus dem eigenen Garten ein paar Levas dazuverdienen. Sie gaben dem Markt dann auch den Namen. Auch heute noch trifft man alte Bäuerinnen aus der Umgebung, die am Straßenrand neben den Verkaufsständen mit einem Korb mit Selbstgeerntetem  sitzen.

Die Preise auf dem “Zhenski Pazar” sind zum überwiegenden Teil sehr niedrig. Ich habe gehört, dass sich einige Einheimische über die Qualität des Obstes beschweren, das beim Kauf in schwarzen Plastiktüten verschwindet, damit der Käufer es nicht gleich sieht, so der Vorwurf. Aber das gilt sicher nicht für alle Händler auf diesem Markt. Wenn ich bei meinen Spaziergängen dort vorbei komme, habe ich bereits mehrmals etwas dort gekauft. Mal bessere, mal schlechtere Qualität. Gehe ich gezielt Obst oder Gemüse einkaufen ist ein anderer Markt meine erste Wahl.

Am heutigen Tag gab es auf dem Frauenmarkt zum ersten Mal einen gesonderten Bereich für Bioprodukte. Es gibt eine Gruppe von Interessierten, die auf verschiedenen bestehenden Märkten an einigen Tagen wechselnd mit ein paar Ständen vertreten sind. Ich habe mir einen „bulgarischen Hirtentee“ (Eisenkraut) aus dem Piringebirge gekauft.

Der Tee enthält ätherische Öle, Eisen, Zink, … Soll gut für gegen Erkältungen sein. Wird aber auch als Wachmacher und Stimmungsförderer bezeichnet. Zumindest sollen die hirten den Tee dazu genutzt haben.

Aber es gibt nicht nur Obst und Gemüse auf dem markt sondern auch Imbisse, Kleidung, Haushaltswaren, Werkzeuge und Souveniers. Besonders gefallen haben mir die Schafwollartikel und die Keramikwaren.

 

bulgarische Keramik

 

Abends waren wir lecker bulgarisch essen. Da haben wir sogar noch draußen gesessen. Bei ca. 20 grad

Samstag morgen haben wir eine geführte Stadtbesichtigung gemacht. Das war ganz interessant, da gab es nochmal viele Hintergrundinformationen.

Samstag Nachmittag sind wir in das Vitoshagebirge gefahren. Die Anreise mit dem doch etwas altersschwachen Bus war schon ein Erlebnis für sich. Die Wettervorhersage hatte schon angekündigt, das es ab 500 m schneien könnte. Und tatsächlich hat es auf der halben Strecke angefangen zu schneien. Oben am Ziel sah alles schön wie mit Puderzucker überzogen aus.

 

Als Naturwunder gelten die Karstquelle „lebendes Wasser“ (Shivata Voda) und die „Steinflüsse“: langgestreckte Geröllfelder aus bis zu 4 Meter großen, rundgeschliffenen Felsen, die durch Verwitterung entstanden sind. Der längste dieser Steinflüsse – Slatni Mostowe (Goldene Brücken) – ist 2 km lang und 50 m breit. Die Naturvielfalt wird durch Hochmoore und Wasserfälle komplettiert.

Wir sind ein wenig Spazierengegangen und haben uns dann in einer kleinen Berghütte bei einem heißen Tee aufgewärmt. Dann ging es mit dem Bus wieder runter.

Und zum Abschluss waren wir gestern Abend noch in der Oper. Das war sehr schön. Die Oper ist noch eines der alten Gebäude mit Logen für den König.

 

Heute Nachmittag habe ich birgit zum Flughafen gebracht und dann erstmal meine Beine hochgelegt.
Eben waren Alfredo und ich noch lecker essen.
Und jetzt ist noch eine Stunde verschnaufen angesagt und dann geht es ins Bett

 

Wochenende in Pravets

Mittwoch war in Bulgarien Nationalfeiertag. Am 06. September wird der Tag der Nationalen Einheit Bulgariens gefeiert. An diesem Nationalfeiertag wird der Einheit zwischen dem Fürstentum Bulgarien und der ottomanischen Provinz Ostrumelien in 1885 gedacht wird.

Wir haben diese Gelegenheit für ein verlängertes Wochenende in Pravets genutzt.
Am Mittwoch sind wir los nach Pravets gefahren. Eine Stadt ca. 60 km nordöstlich von Sofia entfernt. Über die A2 ist man schnell dort. Die A2 ist eine besonders gut ausgebaute Autobahn und gehört zu den ersten in Bulgarien. Und das hat einen Grund.Todor Zhivkov, der langjährige Premierminister von Bulgarien wurde in Pravets geboren.Nicht alle Straßen sind so gut ausgebaut. Es gibt heftige Löscher in den Straßen und es schon angeraten einen wachen Blick auf die Straße zu haben.
Als Beifahrerin konnte ich allerdings die Landschaft geniessen.
Schon kurz nach dem Flughafen von Sofia tauchen riesige Sonnenblumenfelder auf. Es ist gerade Erntezeit. 6 große Machinen fuhren bei der Ernte nebeneinander.
Sonnenblumenöl ist das in Bulgarien meistgenutzte Öl. Olivenöl, Rapsöl usw. werden noch nicht so verwendet. Das ist mir auch schon beim Einkaufen aufgefallen. Dieses Jahr gibt es wohl eine besonders gute Ernte auf dem Balkan. Für Bulgarien wird dieses jahr mit einem Zuwachs gegenüber 2016 von mehr als 15 % gerechnet.

 

Pravets ist eine kleine Stadt mit ca. 4500 Einwohnern. Vermutlich weil es der Geburtsort des oben erwähnten kommunistischen Parteichefs ist, wurde die erste bulgarische Computerfabrik in Prawez (1982) gebaut. Die dort produzierten Computer hießen ebenfalls Prawez. Die Computerfabrik ist seit Mitte der 1990er Jahre stillgelegt. Es gibt noch einen Campus und u.a. ein technisches Gymnasium welches auf Computersysteme und Computertechnologie spezialisiert ist.

Wir haben auch ein großes Gebaude von Siemens dort gesehen. Schön gelegen auf einem Hügel mit Blick über das Tal und den Golfplatz. Der Golfplatz ist eine der wenigen „Sehenswürdigkeiten“ in Pravets. Der Golfplatz wurde vom Besitzer, angeblich dem reichsten Mann Bulgariens, reich geworden mit Öl, erbaut.

Die Fußgängerzone, ursprünglich groß ausgelegt, ist heutzutage eine verweiste triste Straße im Zentrum. Die meisten der kleinen Geschäfte stehen leer. Eine kleine Apotheke hatte offen. Ohne Problem bekam ich dort meine Schilddrüsentabletten,  schickte mich aber wegen des zweiten Medikament nach Sofia. (Ich habe mir schon des öfteren die Frage gestellt, wie das mit diesen vielen, vielen Apotheken in Sofia funktioniert. Die Dichte in der Innenstadt ist wirklich auffällig. Eine Idee war, dass tatsächlich viele Medikamente nur in Sofia erhältlich sind).

Statt den direkten Weg über die Autobahn zurück zufahren sind wir über Land erst nach Norden und dann nach Sofia gefahren. Zunächst sind wir durch ein paar kleine Orte, Provinzstädte, Dörfer gefahren. Der Unterschied zur Hauptstadt ist mehr als offensichtlich. In den Arbeitersiedlungen (4-8 stöckige Häuser) lagen rund um die gesamten Gebäude Holzscheide aufgestapelt für den kommenden Winter. Letztes Jahr war in Bulgarien ein aussergewöhnlich langer und harter Winter. 2013 sind die Preise für Heizkosten stark angestiegen und die Bewohner hatten damals große Mühe überhaupt heizen zu können.

Nachdem ich noch darüber nachdenke und bevor ich meinen Fotoapparat herausgekramt habe geht es weiter. Wir fahren bis zum Iskar, dem längsten in Bulgarien entspringendem Fluss, einem rechtsseitigen Zufluss der Donau. Landschaftlich kann ich mich immer wieder hier in Bulgarien begeistern. Wie hier, an den Ritlite Felsen. Diese haben ihre Namen erhalten, weil sie das Volk an  die Wagenleitern (=Ritlite) an den Seiten der Ochsenkaren erinnert haben. Es sind wohl die interessantesten Naturdenkmäler in der Schlucht des Flusses. Die steil nach oben gerichteten Wände fangen unten beim Fluss an und erheben sich nach und nach bis zu einer Höhe von 200 – 500 m. Das Volk hat sie mit Wagenleitern verglichen und hat ihnen diesen Namen gegeben. Diese vertikalen Wände sind aus Kalksteinen aufgebaut, also gebildet aus den Skeletten verstorbener Korallen und Krusten von Sedimentgesteinen. Die Ritlite stellen eine wirklich eindrucksvolle Ansicht dar.

 

 

Adlernest in den Klippen

Aber auch die weitere Fahrt am Iskar entlang bietet immer wieder schöne zum Teil auch pritoreste Ausblicke. Von weitem sah es aus wie ein Kreuz. Konnte das eine Aussichtsplattform sein? Tatsächlich handelt es sich bei diesem seltesamen Ort da oben um eine Schutzhütte für Alpinisten. Das winzige Haus in den Klippen wird „Adlernest“ genannt

 

 

Auf der Fahrt haben wir einige Fuhrwerke gesehen. Auch in Sofia habe ich schon eines gesehen. Aber dieses war das erste, welches von einem Esel gezogen wurde.

 

Vitoscha-Gebirge: Ausflug mit dem Gondellift

Sofia ist die zweithöchste Hauptstadt in der Europa. Das Stadtzentrum von Sofia liegt nur 10 km vom Vitoscha-Gebirge entfernt und ist das Naherholungsgebiet der Sofioter. Im Winter ist es das Skigebiet, im Sommer das Wandergebiet.

Am Sonntag sind wir mit dem Gondellift hinauf nach Alepo gefahren.

 

Text wird noch ergänzt

 

Kultur/Kochen, Kommunikation, Kontakte II

Donnerstag abend sind wir zu „Deutsch in der Kneipe: der deutsche Stammtisch in Sofia“ gegangen. Der dieses Mal zusammen mit dem internationalem Stammtisch stattfand und zwar ….. in einer spanischen Bodega mit Live Flamencomusik, Sangria und Tapas.

Die Bodega ist nicht weit von unserer Wohnung in einer Parallelstraße zum Vitoschaboulevard. Wie sehr viele Restaurants hier in Sofia hat auch die Bodega eine große, schöne Terrasse.

Begrüßt wurden wir von Carlos, der so etwas wie ein Lokalmatador ist. Er ist Party- und Eventmanager, kommt aus Mexiko und ist hier in Bulgarien hängen geblieben. Wie einige Gäste sagten, kennt er in Sofia jeden. Und wenn wir einen Kontakt oder sonst etwas benötigen, sollten wir uns an Carlos wenden. Auf jeden Fall hat er uns schnell mit ein paar deutschsprechenden Personen bekannt gemacht. Die meisten haben in Deutschland z.B. Architektur, IT, Ingenieur studiert oder für einige Jahre in Deutschland gearbeitet. Es war eine recht inspirierende Atmosphäre. Aber auch ein wenig anstrengend für mich mit den schnellen Wechseln zwischen Englisch und Deutsch und den jeweiligen Slangs. Einen Iren konnte ich mit seinem breitem Englich fast gar nicht verstehen. Nach zwei Stunden war meine Aufnahmekapazität erreicht und wir sind gegangen. Mit ein paar ersten Kontakten und dem Gefühl nochmals wieder zu kommen.

„Deutsch in der Kneipe: der deutsche Stammtisch in Sofia“ findet jeden Donnerstag mit wechselnden Lokalitäten statt.

 

 

Kultur/Kochen, Kommunikation, Kontakte I

Inzwischen bin ich seit über einer Woche wieder zurück in Sofia.

Die Zusammenfassung der letzten Woche kann ich überschreiben mit

„Kultur/Kochen, Kommunikation, Kontakte“

Mariya, eine Kollgegin meines Mannes, hatte am Mittwoch Namenstag. Und uns zum Abendessen eingeladen. Nicht einfach so. Es gab typische bulgarische Spezialitäten und alles wurde an dem Abend, den wir gemeinsam mit ihr und ihren beiden sehr sympathischen Freundinnen verbringen durften, frisch zu bereitet.

Es war ein Vorgeschmack zu unserem bulgarischen Kochkurs, den Mariya uns gemeinsam mit ihrer Familie, Mutter und Großmutter geben wollen.

 

Kultur = es wird Namenstag gefeiert

Wir sind sehr herzlich von Mariya und ihren Freundinnen aufgenommen worden.

Das Wohngebiet ist etwas ausserhalb und sieht auf den ersten Blick nach Plattenbau aus. Dabei sind die Wohnungen erst ca.10 Jahre alt. Die Wohnung an sich sieht aus wie sie in Deutschland auch aussehen könnte. In Spanien sind die Zimmer auf jeden Fall in der Regel kleiner, insbesondere die Kinderzimmer.

Die 3 Freundinnen haben alle an der Sofioter Univerität „Hl. Kliment Ohridski“ studiert und einige Jahr im Ausland gelebt. Brüssel, Amsterdam, Schweiz

Der Abend war sehr kurzweilig und ging sehr schnell vorbei.

 

Als Vorspeise gab es Tarator eine Kalte Gurkensuppe. Ein wunderbares Erfrischungsmittel bei der Sommerhitze. Ich war überrascht, wie leicht und schnell Tarator zubereitet wird.

Zutaten für 4 Personen:

2 Becher Joghurt (2 x 400 g)

2 Salatgurken

4-6 Zehen Knoblauch, Dill, 3-4 Walnüsse

Öl, Salz

Die Gurken schälen und sehr klein schneiden. Den Knoblauch, den Dill und die Walnüsse kleinhacken. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben. Den Joghurt hinzugeben und rühren. Einen halben Liter kaltes Wasser dazu geben und gut rühren. Mit Salz und Öl abschmecken.

Anschließend gab es den obligatorischen Schopska Salat mit Tomaten, Gurke, Paprikaschoten und geriebenem Weißkäse.

Als Hauptgericht haben „wir“ die beliebte bulgarische Banitza mit Ziegenkäse zubereitet.

 

TEIG: 1 kg Mehl, Salz, 1 1/2 Tassen Wasser.

FÜLLUNG: 400 g frischer salziger (Ziegen-)käse, 4 Eier, 500 g Joghurt, 1/2 TL Backpulver und zum Bestreichen: 100 g Butter.

ZUBEREITUNG:

Weichen Teig zubereiten, 1 Stunde ruhen lassen, dann in ziemlich dünne Blätter ausrollen  Eier mit einer Gabel kräftig verrühren, dann Backpulver, Joghurt und zerkrümelte Käse zugeben, gut mischen. Arbeitsfläche mit einer Scheibe Teig belegen, diese zuerst mit flüssiger Butter, dann mit einer Schicht der Eier-Käse-Mischung bestreichen. Eine Teigplatte darauf legen, mit flüssiger Butter und dann mit Eier-Käse-Mischung bestreichen, usw. mit einer Schicht Eier-Käse-Mischung abschließen. Zu einer Rolle aufrollen, diese in eine ausgebutterte Gratinform legen und im Ofen bei mittlerer Temperatur backen (eine Schale mit Wasser im Ofen beistellen). Nach dem Backen mit Tuch abdecken, damit der Teig weicher wird.

Wir haben fertige Teigblätter benutzt. Damit ging das super easy und schnell.

Und geschmeckt hat das! Total fluffig, weich, köstlich!

 

 

Kultur/Kochen, Kommunikation, Kontakte III

Heute habe ich mich mit Sabka zum Mittagessen getroffen. Ein typischer Treffpunkt in Sofias Innenstadt ist der Justizpalast am Anfang des Vitoschaboulevard. Ein monumentaler Bau mit breitem Treppenaufgang über die gesamte Länge des Gebäudes, die von zwei großen Löwenstatuen flankiert wird.

Von dort aus sind wir an einem Priesterseminar vorbeikommend zu Cactus einem Resturant gegangen. Dort haben wir tatsächlich als Vorspeise eine spanische Gazpacho gegessen. Während des Essens haben wir uns über das Leben in Bulgarien, Arbeiten, die Türkei und ihre Grenze zu Bulgarien unterhalten

Anschließend hat Sabka mir in der Nähe des Frauenmarktes einen der in Sofia sehr seltenen Wollläden gezeigt. Das besondere und warum wir überhaupt dorthin gegangen sind, ist dass es dort ganz dickes Garn gibt. Damit kann man Teppiche oder dicke Wolldecken stricken. Ihre Großmutter hat gestrickt und es wohl auch einmal ihr, ihren vier Cousinen und einem Cousin gezeigt. Aber nur der Cousin ist dabei geblieben. Aber in der nächsten Generation galt man als arm, wenn man selbstgestrickte Sachen anzog und das Stricken war nicht en vogue. Sie konnte es kaum glauben, dass wir Mädchen in meiner Jugend im Schulunterricht gestrickt haben und das geduldet wurde. Sabka hat wohl vor 2 Jahren durch ihren Cousin angestossen das Stricken begonnen. Sie hat an einem Projekt teilgenommen, die für Frühchen Kleidung und Abdeckungen für die Brutkästen gestrickt haben. Sie wollte mich einladen auch daran teilzunehmen, aber das Projekt läuft diese Woche aus.

In der Nähe des Wolllädchens zeigte sie mir einen weiteren Laden, der mir nicht unter all den anderen Läden aufgefallen wäre. Der Laden verkauft Kleidung von renomierten Marken, bei der die Label entfernt wurden. Wie auch immer die Kleidung dahin kommen mag?