Kultur/Kochen, Kommunikation, Kontakte III

Heute habe ich mich mit Sabka zum Mittagessen getroffen. Ein typischer Treffpunkt in Sofias Innenstadt ist der Justizpalast am Anfang des Vitoschaboulevard. Ein monumentaler Bau mit breitem Treppenaufgang über die gesamte Länge des Gebäudes, die von zwei großen Löwenstatuen flankiert wird.

Von dort aus sind wir an einem Priesterseminar vorbeikommend zu Cactus einem Resturant gegangen. Dort haben wir tatsächlich als Vorspeise eine spanische Gazpacho gegessen. Während des Essens haben wir uns über das Leben in Bulgarien, Arbeiten, die Türkei und ihre Grenze zu Bulgarien unterhalten

Anschließend hat Sabka mir in der Nähe des Frauenmarktes einen der in Sofia sehr seltenen Wollläden gezeigt. Das besondere und warum wir überhaupt dorthin gegangen sind, ist dass es dort ganz dickes Garn gibt. Damit kann man Teppiche oder dicke Wolldecken stricken. Ihre Großmutter hat gestrickt und es wohl auch einmal ihr, ihren vier Cousinen und einem Cousin gezeigt. Aber nur der Cousin ist dabei geblieben. Aber in der nächsten Generation galt man als arm, wenn man selbstgestrickte Sachen anzog und das Stricken war nicht en vogue. Sie konnte es kaum glauben, dass wir Mädchen in meiner Jugend im Schulunterricht gestrickt haben und das geduldet wurde. Sabka hat wohl vor 2 Jahren durch ihren Cousin angestossen das Stricken begonnen. Sie hat an einem Projekt teilgenommen, die für Frühchen Kleidung und Abdeckungen für die Brutkästen gestrickt haben. Sie wollte mich einladen auch daran teilzunehmen, aber das Projekt läuft diese Woche aus.

In der Nähe des Wolllädchens zeigte sie mir einen weiteren Laden, der mir nicht unter all den anderen Läden aufgefallen wäre. Der Laden verkauft Kleidung von renomierten Marken, bei der die Label entfernt wurden. Wie auch immer die Kleidung dahin kommen mag?

 

 

 

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