Reiseberichte

Zurück nach España

So – das war es mit Portugal – zurück nach Spanien. Zunächst immer an einem der portugiesischen Jakobswegen, dem Caminho Portugues entlang.

Von der Küste ging es erst Richtung Norden zum Fluss Lima und dann immer am Fluss entlang Richtung Nationalpark Peneda-Gerês in das Dorf Lindoso. Die fleißige Reiseleiterin hat etwas im Reiseführer gelesen.

Speicher – wurden hauptsächlich für Mais verwendet
Das Dorf hat sie alle an einer Stelle aufgebaut
Einer war offen
manche waren mit Datum – 1842 war das älteste
Lindoso neben den Speichern

In Lindoso gibt es auch einen großen Stausee, der größte Portugals. Gross war er, aber auch nicht wirklich voll. Da er nicht so viel Wasser hatte, könnten wir noch die ehemaligen Häuser und Weinterrassen erkennen.

Die Portugiesen beschweren sich über die Spanier
die würden das Wasser verbrauchen, bzw. nicht durchlassen

Die Talsperre liegt sowohl auf portugiesischem als auch auf spanischem Gebiet.

Auf der Strecke nach Ourense gab es noch Hinweise auf römische Ausgrabungen. Die waren auch überall!!! Fast wie die Niederländer mit Wohnwagen oder Wohnmobil 🤣🤣.

Befestigtes röm. Lager

Das Lager lag am Fluß und gleich daneben alte römische Wasserbecken, die noch heute mit über 60 Grad warmen Quellwasser gespeist und genutzt werden.

gelbe Lupine

Jetzt sind wir in Ourense angekommen. Zu meinem Entsetzen gibt es

  1. So gut wie keine Ladestation
  2. Alle Thermen sind immer noch wegen Covid geschlossen

Sch……….ck – und es regnet.

Im Vordergrund alte römische Brücke.

Barcelos und Braga

Die Reiseführer haben uns auf 2 Städte im Landesinneren aufmerksam gemacht. Und es gibt jeden Donnerstag einen grossen Markt in Barcelos. Also sind wir hin. Wie sich im Ort herausstellte waren alle auf die Idee gekommen. Ein kleiner Ort mit ca. 5.000 Einwohnern und einen der größten Wochenmärkte des Landes = Verkehrschaos!!

Aber wir haben ein Plätzchen gefunden und sind über den Markt gebummelt. War dem Sonntagswochenmarkt in Tarragona Bonavista sehr ähnlich. Es gab Obst und Gemüse, Werkzeug, Töpferwaren, Kleidung usw.

Barcelos – Marktimpressionen

Die Polizei war auch vor Ort und machte in einem Bereich eine Razzia wegen kopierter Markenware.

Kirche in Barcelos, direkt am Markt
Wände komplett mit Azulejos gestaltet
und bemalter Holzdecke

Anschliessend sind wir weiter nach Braga. Auch eine nette Stadt mit großer Fußgängerzone, vielen Parkanlagen und jede Menge Kirchen. Hier oben im Norden Portugals waren die Bewohner schon immer besonders gläubig. Aber langsam kann ich „alte Steine“ nicht mehr sehen. Es ist eine Sättigung eingetreten

Auch die wirklich wunderbaren Fassaden wirken nach und nach als normal.

Pfingstrosenbäumchen in der Stadt
Laden in Braga mit anderem I3

In Braga schien ein ganzes Nest mit BMW i3 zu sein. Auf der anderen Straßenseite stand noch einer und das waren noch nicht alle. Insgesamt in wenigen Stunden so viele wie sonst nicht in einem Monat. Auch gab es erstaunlich viele Ladestationen.

Bei der Rückfahrt hatten wir mit unserem noch einen kleinen Unfall. Ich musste in einer kleinen Straße zurücksetzen und habe ein Auto hinter mir übersehen. Nicht viel passiert, aber trotzdem doof.

Schaden beim Unfallgegner

Porto

Es stand ein Tagesausflug nach Porto an. Die Stadt ist sehr schön, hat aber den gleichen „Makel“ wie anscheinend alle portugiesischen Städte:

TREPPEN

Haben die eigentlich noch nix von Rolltreppen gehört?!?!

Aber sonst eine schöne Stadt. Viele alte Gebäude, viele Fassaden und Wände mit Fliesen verziert. Hier ein paar Beispiele

Da passt immer noch ein Haus dazwischen
Bahnhof in „schön“
und schöner
eins geht noch
Manchmal sind Kirchen außen schöner als innen
Porto von oben
Spiel mit Jugendstil

Dann gibt es noch eine Attraktion in Porto – die älteste Buchhandlung in Portugal. Die Innenausstattung dieses Ladens ist schon einmalig. Sieht eher aus wie aus einem Harry Potter Film 😉. Und da wollen alle rein — das Ergebnis:

Eintritt 5€ und Waaarteschlaaaange

Wir sind noch weiter durch die Stadt gebummelt und am späten Nachmittag zurück in unser Hotel. War ein schöner Tag.

Noch ein „Insider“ an einem unserer Leser: Ich habe noch mehr Makrelen 🤣🤣 gefunden

Covado Mündung

Nach viel Stadt Mal wieder Natur. Etwas über Porto fließt der Covado ins Meer. Es gibt einen kleinen Naturpark mit Dünenlandschaft. War sehr schön und extrem windig und der Wind ist zur Zeit echt KALT!!

Der Wind wurde von einer Gruppe Kitesurfer in der Flussmündung ausgiebig genutzt. Hier ein paar Videos mit lauten Windgeräuschen

Sah spektakulär aus. Zurück ging es auf einem Pfad durch die Dünen.

Nazare – 3.Tag

Unser letzter Tag in Nazaré und noch einmal ein ruhiger Tag. Wir waren in der alten Festung, wo auch der Leuchtturm steht. Hier stehen die Kameras und Experten bei den Bug Wave Veranstaltungen. Von hier hat man einen perfekten Blick auf die Wellen und Surfer.

Fort Erzengel Sankt Michael

Wir sind anschließend nochmal in den Hauptort runtergefahren und spazieren gegangen. Am Strand werden von den Fischersfrauen Fische auf Gestellen getrocknet und auch direkt verkauft.

In der Bahnstation der Seilbahn, die Nazare mit dem oberem Stadtteil Sitio verbindet, gab es sehr schöne moderne Fliessenbilder.

Bahnstation Sitio

Da gibt es doch Ähnlichkeiten oder denke nur ich das?

Nazaré – 2. Tag

Heute haben wir sehr viele Frauen und ein paar Männer in der traditionellen Tracht gesehen. Viele ältere Frauen tragen diese Kleidung auch heutzutage ganz selbstverständlich, dann immer mit einem gestrickten Schultertuch.

Typisch ist bei den Frauen der Rock mit bis zu 7 Unterröcken. Die Tracht der Männer bzw. die frühere Arbeitskleidung der Fischer besteht aus einem kariertem Hemd, einer karierten Hose ohne Taschen. Stattdessen wurde Kleinkram unter die Zipfelmütze gesteckt.

Fliesen an einem Haus
Graffiti
Alltagskleidung
Festtagstracht

Es gibt dazu auch noch die Legende, warum die Frauen unter den bunten Röcken bis zu 7 Unterröcken tragen … 

Am ersten Tag, an dem der Mann zum Fischen auf das Meer hinaus fuhr, trug sie noch 7 Unterröcke. Für jeden Tag, den seine Rückkehr nahte, legte sie einen Unterrock ab, so dass sie ihn am 7 Tage ohne Unterrock empfangen konnte.

Coimbra – Fahrt nach Porto

Heute ging es weiter Richtung Porto.

Auf dem Weg haben wir in Coimbra gestoppt und einen Spaziergang durch die Stadt gemacht. Leider war Montag und die Museen und viele Sehenswürdigkeiten waren geschlossen. Aber die Stadt war interessanter als in den Reiseführern beschrieben.

Wieder waren viele Hügel bzw. Treppen um Spiel.

Jede Tür mit „Hausnummer“
Portal mit „Vorbogen“

Das Viertel um die 1290 gegründete Universität ist sehr großzügig und weitläufig. Die schönen Gebäude wurden als UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen (leider kein Foto auf dem Handy, nur auf der Kamera. Die bekannte Bibliothek könnten wir (wegen Montag) nicht besichtigen und habe sie nur im Autovorbeiflug gesehen.

Wir hätten uns gerne noch etwas länger in Coimbra aufgehalten. Es gibt noch so viele schöne kleine Gässchen und so viele kleine, meist traditionelle Geschäfte, aber wir mussten weiter zu unserem nächsten Ziel.

Nazaré – Ruhetag

Heute mal eher nix tun. Eine Stromtankstelle suchen – eine Herausforderung, da kaum vorhanden. Viel in Vorbereitung, aber noch nicht freigeschaltet. Auto ist wieder geladen und es kann am Montag weitergehen. Wir haben beschlossen die 2 Tage in Nazaré ruhig zu gestalten. Ein kleiner Spaziergang durch den Fischerort, am Strand mit Begegnung einer zu hohen Welle, im Vorbeigehen eine Tanzveranstaltung gesehen und am Abend ein Restaurantbesuch mit einem Fischteller für zwei. PERFEKTER TAG!!!

Gasse in Nazaré
Waschhaus
Gestelle zum Fischtrocknen
Alte Fischerboote
Welle zu schnell und Hose nass
Fischerfamilie wartet auf Rückkehr
Tanzveranstaltung
Fischteller

Nazaré

Am späten Nachmittag sind wir in Nazaré eingetroffen und haben einen kleinen Spaziergang gemacht. Wir wohnen in einem Stadtteil oberhalb von Nazaré. Er ist mit einer Bahn verbunden. Unser erster Eindruck: das ist aber ein schönes Fleckchen hier. Die sehr hohe Klippe mit der tollen Aussicht – HUI! Wirklich schön!

Extremadura: Flora und Fauna

Wir besichtigen viele sehr schöne Städte und Dörfer. Immer wieder anders, und immer wieder mit eigenen charakteristischen Merkmalen.

Zwischen den Besuchen der Orte fahren wir zum Teil durch atemberaubende Landschaften. Ich komme aus dem Staunen und beeindruckt sein gar nicht mehr raus.

Besonders haben es mir die Kork- und Steineichenwälder angetan. Es sind mehr Wiesen, als Wälder. Die Bäume stehen einzeln und einer ist schöner als der andere. Alte ehrwürdige, wuchtige Bäume. Oft grasen Schafe, Kühe, Ziegen oder Schweine darunter.

Dann diese Farben. Strahlend blauer Himmel, die grünen Bäume und oft bunte Wiesen. Gelb, lila, weiß oder auch alles bunt gemischt. Am Straßenrand über 100 km wilder Lavendel.

Die Landschaften sind meist leicht hügelig. Oft mit beeindruckenden Stein- oder Felsformationen. Mal viele große, runde Hinkelsteine, dann wieder spitze, schroffe Felsen. Die Landschaft ist so beeindruckend, dass auch einige Folgen von Games of Thrones hier gedreht worden sind.

Und über uns Störche, Störche, … Geier, Adler,

Leider ist die Handykamera nicht geeignet im vorbei fahren das in Bildern einzufangen. Und da, wo es sich lohnen würde anzuhalten, gibt es keine Möglichkeit dazu.

Aber hier ein erster kleiner Eindruck. In echt ist es wirklich viel, viel schöner.