Reiseberichte

Kelten

Die bessere Hälfte hat sich auf die Suche nach den Kelten gemacht.

In Galicien gibt es mehrere Fundorte von alten keltischen Siedlungen. Eine davon liegt am Ende einer Landszunge auf einem Hügel. Alfredo hat mich den ersten Teil der Strecke noch begleitet. Von einem Camino (unbefestigter Weg) ging die Strecke in den alten keltischen Weg aus groben Granitsteinen über. Den musste ich dann alleine weiter bewältigen.

Dieser Weg führte zunächst durch einen Eucalyptuswald (Gerne würde ich den Geruch konservieren) einen Berg hinauf auf den Gipfel des Monte de Facho. Nach der ersten Hälfte der Strecke gab es schon einige Reste von Gebäuden zu sehen. Auf einigen der Steinen waren noch alte geritzte Zeichen der Kelten zu erkennen.

Es ging immer weiter hoch auf den Hügel. Und dann hinter einer Wegbiegung lagen die kreisrunden Fundamente des über 2500 Jahre alten keltischen Dorfes Beróbriga.

Es ging noch ein wenig weiter bergauf. Da stand ein kreisrundes Gebäude aus Mauern und Steingewölbe.

Der Sockel war wohl Teil eines alten Leuchtturms oder Küstenwachturms, er wurde mit den Überresten von römischen Opferaltären gebaut.

Und dann der Ausblick … Eine Sicht, in jede Richtung weit, offen und ein strahlendblauer Atlantik .

geschafft, müde aber glücklich auf dem Rückweg

Vigo und Umgebung

Wie auch Pontevedra spielte auch Vigo in der Vergangenheit eine größere Rolle. Das erste Schiff der Kolumbus Expedition, welches zurückgekehrt ist (Pinta) ist in Vigo 1493 angekommen… naja fast – im Nachbarort Baiona. Dieser war zu dieser Zeit noch wichtiger. Für Filmfreaks … Das Boot (U-Boot) hatte auch eine wichtige Szene im Hafen von Vigo. Aber genug BlahBlah….

Vigo ist eine ziemlich große Stadt mit eine kleinen Altstadt. Die besteht aus zwei Hälften … ein ganz altes Viertel und ein Gründerzeitviertel. Beides aber wie gesagt sehr übersichtlich.

Im alten Fischerviertel
Gassen
Durchgänge
Treppen
Zu kleine Wohnung mit innovativen Ideen
Fassaden

Die Stadt macht einen „normalen“ Eindruck – keine großen Highlights. Aber ein bisschen Kunst gibt es auch.

Das hat weh getan 😉

Nach Vigo sind wir noch in der Umgebung rumgefahren. Eine sehr schöne Landschaft. Die Namen der Ortschaften sind aber schon Merkwürdig: O Hio, Bueu, Moaña, Aios … bei einigen weiß man nicht wohin mit den vielen Vokalen.

In O Hio steht ein sehr altes Wegkreuz und eine alte Kirche

Wegkreuz in O Hio
Passende Kirche zum Kreuz
Daneben eine Plastik zu Ehren des Dudelsack, wenn man es weiß erkennt man das Instrument

An der Landspitze hatte man einen wunderbaren Blick auf die Insel Cies und das Meer. Ich habe hier eine Rast eingelegt. Meine bessere Hälfte hatte noch nicht genug und ist auf einen Berg, um sich die Reste einer keltischen Siedlung (Castro) anzusehen

Etwas ist uns doch noch aufgefallen: in vielen Ortschaften und Städten hat man die Weihnachtsdeko und Beleuchtung hängen lassen. Ist teilweise schon merkwürdig wenn bei der Ortseinfahrt mit Weihnachtsgrüße begrüßt wird oder noch Kugeln am Baum hängen.

Pontevedra

Heute (Dienstag) waren wir in Pontevedra. Diesmal stimmte auch die Wettervorhersage und es war immer wieder am regnen ( aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen).

Pontevedra liegt am Ende eines „Fjords“. Hat eine lange Geschichte … so wurde z.B. die Santa Maria, das Flaggschiff von Kolumbus hier gebaut. Pontevedra überraschte mit einer großen Fußgängerzone. Es gibt auch hier viele Zeugnisse der alten Pracht und auch das die Unterhaltung solcher Bauten viel Geld kostet. An einigen Gebäuden nagte der Zahn der Zeit oder fehlende Geldmittel.

Aber der kleine Stadtbummel war entspannend. Es gab Cafés um den größten Regengüssen zu entkommen und genug Arkadengänge.

Arkaden gab es viele … Es regnet hier vielleicht öfter ?
Oder einfach weil es schöner aussieht
Die Markthalle haben wir auch gefunden
Und Kunst

Ihr merkt, da war nicht viel und der Regen hat es nicht besser gemacht. Einen schönen Abschluss gab es aber auch noch. Hier werden Empanadas an jeder Ecke verkauft. Die Bäckereien haben mehr davon als Brot.

Wird nicht der letzte gewesen sein!! 🤤🤤

Sie sehen aus wie gedeckte Kuchen, aber mit verschiedenen, deftigen Füllungen. Wir hatten einen mit Bacalhau (getrockneter Kabeljau), Zwiebeln und Rosinen — ganz frisch aus dem Ofen (heiß) und köstlich!!

Provinz Pontevedra – Rías Baixas

Das Wetter war besser als im Wetterbericht angekündigt und wir haben einen Ausflug auf eine der Landzungen unternommen. Wir waren in der Region O Salnés unterwegs. Es gibt hier viele schöne Strände mit zur Zeit sehr wenig Besuchern.

In direkter Nachbarschaft steht eine Kirche aus dem 15.Jahrhundert.

Romanische Kirche
Altar
Es gab auch Picknickplätze im gleichen Baustil
Allesfresser und immer hungrig
Schnell weg …. das ist mir nicht geheuer 🤣🤣
Blick von Halbinsel O Grove
Fisch-Farmen und Strand

In den tiefen Buchten, fast schon wie die Fjorde in Norwegen gibt es viele Fisch-Farmen. Sehr viele sieht man bei O Grove.

In O Grove dreht sich eigentlich alles um Fisch. Überall Fischerboote, Netze und Ausflugsboote zu den Fisch-Farmen.

Netze und Reusen

Nach O Grove sind wir nach Cambados. Ist das Zentrum des Weingebietes Rias Baixas mit dem Wein Albariño. Leider war Montag und das Weinmuseum hatte zu. Ansonsten eine nette kleine Stadt.

Weinkeller
Kirche in Cambados
Wächter an der Kirche in Alt und Modern
Dann gab es noch dieses Ensamble an der Kirche
Ich finde er sieht ein bisschen komisch aus … Wie „pressend auf dem Klo“ .. NaJa die Kugel war auch groß 😉😉

Hier noch ein paar Impressionen

Ourense – Stadt der Thermalquellen

Nach den Tagen in Portugal war unser erstes Ziel In Spanien Ourense. Am 22.04.2022 sind wir durch einen Nationalpark (Portugal und Spanien) wieder über die Grenze nach Spanien gefahren. (Siehe den Artikel weiter unten, unter dem „peinlichen“ Bericht mit der Bankkarte, da steht noch ein neuer Bericht über die Fahrt mit Bildern von besonderen Maiskolbenspeichern).

Leider hat das Wetter nicht ganz mitspielt – es war ein wenig Nieselregen. Und die Covid-Phase war noch nicht abgeschlossen. Das bedeutet, dass viele Thermen noch nicht geöffnet waren. Normalerweise sind in der Stadt und am Fluss Mino 8 verschiedene Thermalquellen frei zugänglich. Dort sprudeln die heißen Quellen in kleinere und größere Becken.

Also … erstmal Stadtrundgang im Nieselregen.

Es gibt eine alte römische Brücke. Im Jahr 2000 wurde dann die neue Milleniumbrücke gebaut, als Zeichen das sich in Ourense alt und neu miteinander verbinden.

Brücke alt und neu
Alte Häuser aus „glanzvollen“ Tagen

In der Stadt gibt es auch eine heisse Quelle. Schön die Römer (die schon wieder) fanden gefallen an der Region und bauten hier eine große Bäderlandschaft. Die Quelle sprudelt sehr heiß (ca. 70°) und auch ergiebig (300l/min).

Das Bad – leider geschlossen
Die Quelle (wurde rege genutzt)
Die Werte

Es gab auch noch gewagte Bauten.

Filigran – aber hält

Die moderne Brücke hatte noch ein „Schmankerl“ – der Umlauf.

Am späten Nachmittag würde das Wetter etwas besser und meine bessere Hälfte fing an zu quengeln: „Da war eine Therme auf. Da will ich jetzt hin!“ Also ab ins Hotel, Zeug geholt und Frau abgeliefert (ich hatte keine Lust – Wetter zu usselig).

Eine Therme
Leider noch gesperrt
Ich habe ein Plätzchen direkt am Fluss gefunden

Das Wasser in der Therme hatte über 40 Grad, Es war herrlich! Vor der eigentlichen Therme waren im Fluss Bereich noch warme Becken und im Fluss selber war sauberstes Wasser zum abkühlen. Und dann wieder in ein warmes Becken. Die Landschaft am Fluss war zauberhaft. Ich wollte gar nicht wieder weg.

Pontevedra – Ankunft

Nach den doch eher feuchten Tagen in Ourense haben wir uns wieder an die Westküste begeben – Richtung Pontevedra. Wir haben eine Unterkunft in dem kleinen Ort Aios. Diese stellte sich als perfekte Unterkunft heraus. Terrasse, Blick auf den Ozean, Inseln, Pool, Liegen und Sonne ☀️ …. Traumhaft!!

Blick von Terrasse

Da wir auf der Fahrt nicht viel gegessen hatten entschieden wir uns an den Strand zu fahren und nach einer Gelegenheit zu suchen. Da wir außerhalb der Saison hier sind, kann man sich nicht auf Google-Informationen verlassen. Aber wir haben etwas tolles gefunden. Ein Restaurant direkt am Strand mit jede Menge Fisch im Angebot. Vorab noch einen Vermut…Urlaub 😁😁.

Entspannung nach der Fahrt

Leider zog es sich etwas zu und der Wind war noch frisch, daher haben wir zum Essen den Platz gewechselt und sind in das Restaurant gegangen. Der Fisch war sehr lecker.

Wolfsbarsch oder el llobarro, la llobina, el llop …
¿Vorfreude oder Unsicherheit?

Das war ein schöner Start in den 2. Monat des Urlaubs.

Das Déjà-vu Erlebnis mit meiner Frau

Seit vielen Jahren fahren wir gemeinsam in den Urlaub und es passiert fast jedes Mal. Es geht um das Thema Geld bzw. Kreditkarten, PINs und so.

Auch in diesen Jahr war es wieder soweit. Schuhkauf bei Gabor-Fabrikverkauf in Portugal. Die Karte meiner lieben Frau wurde nicht angenommen. Zitat: „Das gibt es doch nicht!!!“ Wieder einmal mußte ich einspringen. In der Stadt noch ein Versuch an einem Automaten und dieser gab die Antwort: „ihre Karte ist ungültig – bitte wenden sie sich an ihre Bank“. Ein kurzer Blick auf die Karte …. Gültig bis 12/21.

HaHa … Es ist Mal wieder soweit 😉😉😉😉

Zurück nach España

So – das war es mit Portugal – zurück nach Spanien. Zunächst immer an einem der portugiesischen Jakobswegen, dem Caminho Portugues entlang.

Von der Küste ging es erst Richtung Norden zum Fluss Lima und dann immer am Fluss entlang Richtung Nationalpark Peneda-Gerês in das Dorf Lindoso. Die fleißige Reiseleiterin hat etwas im Reiseführer gelesen.

Speicher – wurden hauptsächlich für Mais verwendet
Das Dorf hat sie alle an einer Stelle aufgebaut
Einer war offen
manche waren mit Datum – 1842 war das älteste
Lindoso neben den Speichern

In Lindoso gibt es auch einen großen Stausee, der größte Portugals. Gross war er, aber auch nicht wirklich voll. Da er nicht so viel Wasser hatte, könnten wir noch die ehemaligen Häuser und Weinterrassen erkennen.

Die Portugiesen beschweren sich über die Spanier
die würden das Wasser verbrauchen, bzw. nicht durchlassen

Die Talsperre liegt sowohl auf portugiesischem als auch auf spanischem Gebiet.

Auf der Strecke nach Ourense gab es noch Hinweise auf römische Ausgrabungen. Die waren auch überall!!! Fast wie die Niederländer mit Wohnwagen oder Wohnmobil 🤣🤣.

Befestigtes röm. Lager

Das Lager lag am Fluß und gleich daneben alte römische Wasserbecken, die noch heute mit über 60 Grad warmen Quellwasser gespeist und genutzt werden.

gelbe Lupine

Jetzt sind wir in Ourense angekommen. Zu meinem Entsetzen gibt es

  1. So gut wie keine Ladestation
  2. Alle Thermen sind immer noch wegen Covid geschlossen

Sch……….ck – und es regnet.

Im Vordergrund alte römische Brücke.

Barcelos und Braga

Die Reiseführer haben uns auf 2 Städte im Landesinneren aufmerksam gemacht. Und es gibt jeden Donnerstag einen grossen Markt in Barcelos. Also sind wir hin. Wie sich im Ort herausstellte waren alle auf die Idee gekommen. Ein kleiner Ort mit ca. 5.000 Einwohnern und einen der größten Wochenmärkte des Landes = Verkehrschaos!!

Aber wir haben ein Plätzchen gefunden und sind über den Markt gebummelt. War dem Sonntagswochenmarkt in Tarragona Bonavista sehr ähnlich. Es gab Obst und Gemüse, Werkzeug, Töpferwaren, Kleidung usw.

Barcelos – Marktimpressionen

Die Polizei war auch vor Ort und machte in einem Bereich eine Razzia wegen kopierter Markenware.

Kirche in Barcelos, direkt am Markt
Wände komplett mit Azulejos gestaltet
und bemalter Holzdecke

Anschliessend sind wir weiter nach Braga. Auch eine nette Stadt mit großer Fußgängerzone, vielen Parkanlagen und jede Menge Kirchen. Hier oben im Norden Portugals waren die Bewohner schon immer besonders gläubig. Aber langsam kann ich „alte Steine“ nicht mehr sehen. Es ist eine Sättigung eingetreten

Auch die wirklich wunderbaren Fassaden wirken nach und nach als normal.

Pfingstrosenbäumchen in der Stadt
Laden in Braga mit anderem I3

In Braga schien ein ganzes Nest mit BMW i3 zu sein. Auf der anderen Straßenseite stand noch einer und das waren noch nicht alle. Insgesamt in wenigen Stunden so viele wie sonst nicht in einem Monat. Auch gab es erstaunlich viele Ladestationen.

Bei der Rückfahrt hatten wir mit unserem noch einen kleinen Unfall. Ich musste in einer kleinen Straße zurücksetzen und habe ein Auto hinter mir übersehen. Nicht viel passiert, aber trotzdem doof.

Schaden beim Unfallgegner