Auch der heutige Tag stand unter dem Motto „Ruhe“. Wir sind ein paar Kilometer von der Küste weg. Die Landschaft ist schnell sehr hügelig. Wir sind ein paar braunen Schildern (Sehenswürdigkeiten) gefolgt. Eins davon führte uns zu einem weiteren Keltendorf.
Es ist nicht viel übrig nach so langer Zeit, aber schöne Plätzchen haben sich die Kelten ausgesuchtHUH …. da ist wasIst es weg????
Dann haben wir in Google-Maps ein paar Miradores (Aussichtspunkte) entdeckt. Die Aussicht war toll, aber die Wege auch. Da wäre ein geländetaugliches Auto besser gewesen. Nach endlosen (gefühlt) Schritttempo haben wir es ohne Blessuren geschafft — PUH!!!
GipfelkreuzWeiter Blick
Karin hat noch einen kleinen Kletterkurs absolviert.
Ich sehe was, was du nicht siehst 🤣🤣
Anschließend haben wir uns ein Restaurant gesucht und uns ein leckeres Mittagessen gegönnt! Wie gesagt … „Ruhe“
Wat’n dat? Brühe???Nein – endlich mal richtige Gefäße für den Wein, eben typisch für die RegionAppetitanreger – Reis mit Bacalhau
Karin konnte ich anschließend zum Auto tragen und gemütlich in unsere Unterkunft bzw. zuerst an eine Ladestation fahren 😉
Wartezeit an der Ladestation zur „Ausnüchterung“ mit Kaffee und IPad (Buch) genutzt
Die bessere Hälfte hat sich auf die Suche nach den Kelten gemacht.
In Galicien gibt es mehrere Fundorte von alten keltischen Siedlungen. Eine davon liegt am Ende einer Landszunge auf einem Hügel. Alfredo hat mich den ersten Teil der Strecke noch begleitet. Von einem Camino (unbefestigter Weg) ging die Strecke in den alten keltischen Weg aus groben Granitsteinen über. Den musste ich dann alleine weiter bewältigen.
Dieser Weg führte zunächst durch einen Eucalyptuswald (Gerne würde ich den Geruch konservieren) einen Berg hinauf auf den Gipfel des Monte de Facho. Nach der ersten Hälfte der Strecke gab es schon einige Reste von Gebäuden zu sehen. Auf einigen der Steinen waren noch alte geritzte Zeichen der Kelten zu erkennen.
Es ging immer weiter hoch auf den Hügel. Und dann hinter einer Wegbiegung lagen die kreisrunden Fundamente des über 2500 Jahre alten keltischen Dorfes Beróbriga.
Es ging noch ein wenig weiter bergauf. Da stand ein kreisrundes Gebäude aus Mauern und Steingewölbe.
Der Sockel war wohl Teil eines alten Leuchtturms oder Küstenwachturms, er wurde mit den Überresten von römischen Opferaltären gebaut.
Und dann der Ausblick … Eine Sicht, in jede Richtung weit, offen und ein strahlendblauer Atlantik .
Wie auch Pontevedra spielte auch Vigo in der Vergangenheit eine größere Rolle. Das erste Schiff der Kolumbus Expedition, welches zurückgekehrt ist (Pinta) ist in Vigo 1493 angekommen… naja fast – im Nachbarort Baiona. Dieser war zu dieser Zeit noch wichtiger. Für Filmfreaks … Das Boot (U-Boot) hatte auch eine wichtige Szene im Hafen von Vigo. Aber genug BlahBlah….
Vigo ist eine ziemlich große Stadt mit eine kleinen Altstadt. Die besteht aus zwei Hälften … ein ganz altes Viertel und ein Gründerzeitviertel. Beides aber wie gesagt sehr übersichtlich.
Im alten FischerviertelGassenDurchgängeTreppenZu kleine Wohnung mit innovativen IdeenFassaden
Die Stadt macht einen „normalen“ Eindruck – keine großen Highlights. Aber ein bisschen Kunst gibt es auch.
Das hat weh getan 😉
Nach Vigo sind wir noch in der Umgebung rumgefahren. Eine sehr schöne Landschaft. Die Namen der Ortschaften sind aber schon Merkwürdig: O Hio, Bueu, Moaña, Aios … bei einigen weiß man nicht wohin mit den vielen Vokalen.
In O Hio steht ein sehr altes Wegkreuz und eine alte Kirche
Wegkreuz in O HioPassende Kirche zum KreuzDaneben eine Plastik zu Ehren des Dudelsack, wenn man es weiß erkennt man das Instrument
An der Landspitze hatte man einen wunderbaren Blick auf die Insel Cies und das Meer. Ich habe hier eine Rast eingelegt. Meine bessere Hälfte hatte noch nicht genug und ist auf einen Berg, um sich die Reste einer keltischen Siedlung (Castro) anzusehen
Etwas ist uns doch noch aufgefallen: in vielen Ortschaften und Städten hat man die Weihnachtsdeko und Beleuchtung hängen lassen. Ist teilweise schon merkwürdig wenn bei der Ortseinfahrt mit Weihnachtsgrüße begrüßt wird oder noch Kugeln am Baum hängen.
Heute (Dienstag) waren wir in Pontevedra. Diesmal stimmte auch die Wettervorhersage und es war immer wieder am regnen ( aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen).
Pontevedra liegt am Ende eines „Fjords“. Hat eine lange Geschichte … so wurde z.B. die Santa Maria, das Flaggschiff von Kolumbus hier gebaut. Pontevedra überraschte mit einer großen Fußgängerzone. Es gibt auch hier viele Zeugnisse der alten Pracht und auch das die Unterhaltung solcher Bauten viel Geld kostet. An einigen Gebäuden nagte der Zahn der Zeit oder fehlende Geldmittel.
Aber der kleine Stadtbummel war entspannend. Es gab Cafés um den größten Regengüssen zu entkommen und genug Arkadengänge.
Arkaden gab es viele … Es regnet hier vielleicht öfter ?Oder einfach weil es schöner aussiehtDie Markthalle haben wir auch gefundenUnd Kunst
Ihr merkt, da war nicht viel und der Regen hat es nicht besser gemacht. Einen schönen Abschluss gab es aber auch noch. Hier werden Empanadas an jeder Ecke verkauft. Die Bäckereien haben mehr davon als Brot.
Wird nicht der letzte gewesen sein!! 🤤🤤
Sie sehen aus wie gedeckte Kuchen, aber mit verschiedenen, deftigen Füllungen. Wir hatten einen mit Bacalhau (getrockneter Kabeljau), Zwiebeln und Rosinen — ganz frisch aus dem Ofen (heiß) und köstlich!!
Das Wetter war besser als im Wetterbericht angekündigt und wir haben einen Ausflug auf eine der Landzungen unternommen. Wir waren in der Region O Salnés unterwegs. Es gibt hier viele schöne Strände mit zur Zeit sehr wenig Besuchern.
In direkter Nachbarschaft steht eine Kirche aus dem 15.Jahrhundert.
Romanische KircheAltarEs gab auch Picknickplätze im gleichen BaustilAllesfresser und immer hungrig Schnell weg …. das ist mir nicht geheuer 🤣🤣Blick von Halbinsel O GroveFisch-Farmen und Strand
In den tiefen Buchten, fast schon wie die Fjorde in Norwegen gibt es viele Fisch-Farmen. Sehr viele sieht man bei O Grove.
In O Grove dreht sich eigentlich alles um Fisch. Überall Fischerboote, Netze und Ausflugsboote zu den Fisch-Farmen.
Netze und Reusen
Nach O Grove sind wir nach Cambados. Ist das Zentrum des Weingebietes Rias Baixas mit dem Wein Albariño. Leider war Montag und das Weinmuseum hatte zu. Ansonsten eine nette kleine Stadt.
WeinkellerKirche in CambadosWächter an der Kirche in Alt und Modern Dann gab es noch dieses Ensamble an der KircheIch finde er sieht ein bisschen komisch aus … Wie „pressend auf dem Klo“ .. NaJa die Kugel war auch groß 😉😉
Nach den Tagen in Portugal war unser erstes Ziel In Spanien Ourense. Am 22.04.2022 sind wir durch einen Nationalpark (Portugal und Spanien) wieder über die Grenze nach Spanien gefahren. (Siehe den Artikel weiter unten, unter dem „peinlichen“ Bericht mit der Bankkarte, da steht noch ein neuer Bericht über die Fahrt mit Bildern von besonderen Maiskolbenspeichern).
Leider hat das Wetter nicht ganz mitspielt – es war ein wenig Nieselregen. Und die Covid-Phase war noch nicht abgeschlossen. Das bedeutet, dass viele Thermen noch nicht geöffnet waren. Normalerweise sind in der Stadt und am Fluss Mino 8 verschiedene Thermalquellen frei zugänglich. Dort sprudeln die heißen Quellen in kleinere und größere Becken.
Also … erstmal Stadtrundgang im Nieselregen.
Es gibt eine alte römische Brücke. Im Jahr 2000 wurde dann die neue Milleniumbrücke gebaut, als Zeichen das sich in Ourense alt und neu miteinander verbinden.
Brücke alt und neuAlte Häuser aus „glanzvollen“ Tagen
In der Stadt gibt es auch eine heisse Quelle. Schön die Römer (die schon wieder) fanden gefallen an der Region und bauten hier eine große Bäderlandschaft. Die Quelle sprudelt sehr heiß (ca. 70°) und auch ergiebig (300l/min).
Das Bad – leider geschlossenDie Quelle (wurde rege genutzt)Die Werte
Es gab auch noch gewagte Bauten.
Filigran – aber hält
Die moderne Brücke hatte noch ein „Schmankerl“ – der Umlauf.
Am späten Nachmittag würde das Wetter etwas besser und meine bessere Hälfte fing an zu quengeln: „Da war eine Therme auf. Da will ich jetzt hin!“ Also ab ins Hotel, Zeug geholt und Frau abgeliefert (ich hatte keine Lust – Wetter zu usselig).
Eine ThermeLeider noch gesperrt Ich habe ein Plätzchen direkt am Fluss gefunden
Das Wasser in der Therme hatte über 40 Grad, Es war herrlich! Vor der eigentlichen Therme waren im Fluss Bereich noch warme Becken und im Fluss selber war sauberstes Wasser zum abkühlen. Und dann wieder in ein warmes Becken. Die Landschaft am Fluss war zauberhaft. Ich wollte gar nicht wieder weg.
Nach den doch eher feuchten Tagen in Ourense haben wir uns wieder an die Westküste begeben – Richtung Pontevedra. Wir haben eine Unterkunft in dem kleinen Ort Aios. Diese stellte sich als perfekte Unterkunft heraus. Terrasse, Blick auf den Ozean, Inseln, Pool, Liegen und Sonne ☀️ …. Traumhaft!!
Blick von Terrasse
Da wir auf der Fahrt nicht viel gegessen hatten entschieden wir uns an den Strand zu fahren und nach einer Gelegenheit zu suchen. Da wir außerhalb der Saison hier sind, kann man sich nicht auf Google-Informationen verlassen. Aber wir haben etwas tolles gefunden. Ein Restaurant direkt am Strand mit jede Menge Fisch im Angebot. Vorab noch einen Vermut…Urlaub 😁😁.
Entspannung nach der Fahrt
Leider zog es sich etwas zu und der Wind war noch frisch, daher haben wir zum Essen den Platz gewechselt und sind in das Restaurant gegangen. Der Fisch war sehr lecker.
Wolfsbarsch oder el llobarro, la llobina, el llop … ¿Vorfreude oder Unsicherheit?
Das war ein schöner Start in den 2. Monat des Urlaubs.
Seit vielen Jahren fahren wir gemeinsam in den Urlaub und es passiert fast jedes Mal. Es geht um das Thema Geld bzw. Kreditkarten, PINs und so.
Auch in diesen Jahr war es wieder soweit. Schuhkauf bei Gabor-Fabrikverkauf in Portugal. Die Karte meiner lieben Frau wurde nicht angenommen. Zitat: „Das gibt es doch nicht!!!“ Wieder einmal mußte ich einspringen. In der Stadt noch ein Versuch an einem Automaten und dieser gab die Antwort: „ihre Karte ist ungültig – bitte wenden sie sich an ihre Bank“. Ein kurzer Blick auf die Karte …. Gültig bis 12/21.